(Bild: Das Elsterflutbecken, wie nächtens ein N78 es sieht, 2010.)
Dienstag, 13. Dezember 2011
notoriously pyratish in München
Wer heute in München weilt, sei auf folgendes Konzert hingewiesen: Die Akkordeonistin Marija Kandic, die schon bei meinem Examenskonzert im Mai 2011 in Leipzig auftrat, führt bei der Konzertreihe “Junge Solisten im Siemens-Forum” notoriously pyratish (2007) auf. Ort: Sophiensaal München, Sophienstr. 6. Zeit: 17.30 Uhr.
Hundert Blatt Papier, oh, wie das klingt und knistert: Ich bin auf dem Sprung nach Frankfurt am Main, wo das kleine Bier 4 Euro kostet. Wir proben zwei Wochen mit dem Ensemble Modern, Johannes Kalitzke und Pablo Rus Broseta für das neue cresc.-Festival des Hessischen Rundfunks. Abschlusskonzert Sonntag, 27. November um 16 Uhr im hr-Sendesaal. Sechs neue Kompositionen des diesjährigen Kompositionsseminar-Jahrgangs. Ich freue mich auf eine intensive Probenphase! I’ll keep you posted. Auf dem Bild: Endstadium von In Terms of Eigentlichkeit. Eine Rodung (2011) (siehe auch Trailer von vor einem Monat), Zustand Mitte September 2011.
Preparations for *the 2011 concert of mine are ongoing. Well, at least all materials are done, score and parts were being sent to Frankfurt. I am looking forward to one exciting rehearsal phase of more than 10 days in the middle of november. Concert is 27 november 2011. Save the date!
Nachtrag: Nein, das ist keine Tykwer-Parodie und kein Tykwer-Plagiat. Einen gewissen Trailer, der meinem ähnlich ist, sah ich eben zum ersten Mal. Aber meiner ist bunter und mein Sprecher klingt schöner nach Max Goldt. Getroffen, versenkt.
Das bißchen Planwirtschaft kann doch so schwer nicht sein: Der “Erweiterte Vorstand” des Deutschen Komponistenverbands klagt an, “dass der E-Musikanteil innerhalb des geschützten Repertoires im Vierjahresdurchschnitt bei nur 3,3 % liegt” (DKV Informationen 2/2011, S. 30), Bezug nehmend auf Zahlen der GEMA zur Musik in den Hörfunksendern von BR, HR, MDR, NDR, SR, SWR und WDR in den Jahren 2005 bis 2010. In der Tat sind die Schunkelkanäle von NDR1 bis MDR Figaro für Neue Musik nicht gerade berühmt. Aber Autor Matthias Drude kann der Statistik auch Gutes abgewinnen, nämlich “die jüngste Entwicklung im U-Musik-Bereich”: 2010 wuchs der Anteil deutscher Beiträge gegenüber nichtdeutschen um über 6% auf 33,4%, was doch schon “erfreulicher” sei.
Bei dieser “signifikanten Steigerung des inländischen Anteils” hofft Drude nun, dass das keine Ausnahme bleibt. Der Erweiterte Vorstand werde beraten, “wie wir auf politischer Ebene agieren und nachdrücklich eine Erhöhung des inländischen Anteils an E- und U-Musik im Sinne des Kulturauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einfordern können.”
Eine Erhöhung des inländischen Anteils (zumal im Sinne eines Kulturauftrags) fände auch bei Nationalmusikanten wie Florian Silbereisen sicher Zuspruch (bei Harald Schmidt verfocht er mal die hohe Qualität deutscher Popmusik), ein Volkstümler ohne Raum in den Sendeplätzen. Es spreche der inländische Musikfachmann Heino (“Deutschlandlied”, “Wacht am Rhein”, “Schlesierlied”, “Ich hatt’ einen Kameraden”):
Heute, am Montag, d. 17.10.2011, spielt das Echtzeit-Ensemble aus Stuttgart Die schreien Salz (2008-2009). Das Septett, das 2009 in Leipzig uraufgeführt wurde, wird heute um 17 Uhr dirigiert von Christoph M Löser. Ort ist der Konzertsaal der Musikhochschule. Eintritt frei.
Pianist and composer Ermis Theodorakis, who this year did the premiere peformance of my 2010 piano solo composition Hain in Leipzig on May 2011, performed as soloist in Iannis Xenakis’ EONTA at the courses in Abbaye de Royaumont.
Iannis Xenakis : EONTA
for piano, two trumpets, three trombones
Abbaye de Royaumont, 10th september 2011
Ermis Theodorakis, piano
Jean-Philippe Wurtz, conductor
Ensemble Linea :
Neyko Bodurov, trumpet
Ralf-Werner Kopp, trumpet
Andrew Digby, trombone
Thierry Spiesser, trombone
Patrick Crossland, trombone
The concert, which will be broadcast by Radio France on September 19th, was uploaded to Youtube by Ensemble Linea:
Dabei wundern wir uns zwar, wie der Vater es mit der Mutter aushalten kann und umgekehrt. Gleichzeitig sehen wir, dass sie es miteinander aushalten, trotz allem. Ihr Streit gefährdet nicht die Fundamente. Klar will man oft fortlaufen, weil alles eng ist, auf klaustrophobische Weise bedrückend. So ist das mit fast allen Dingen, die einen in unmittelbarer Nähe umgeben, mal liebt man sie, mal hasst man sie. Im besten Fall ist die Familie eine Trutzburg, wehrhaft nach außen, verschworen nach innen.
Oliver Lepsius, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Allgemeine und Vergleichende Staatslehre an der Universität Bayreuth, ebenjener Universität, an der Guttenberg zu promovieren vorgab, macht reinen Tisch in ebendieser Angelegenheit und gibt “Inszenierung als Beruf. Der Fall Guttenberg” heraus. In einer Reihe von Aufsätzen wird Guttenbergs Rolle noch einmal besprochen.
Im Juli porträtierte mich das Leipziger Stadtmagazin kreuzer. Die Gespräche führte und den Text verfasste Clemens Müller, der in Leipzig Musikwissenschaft studierte und selber fleißiger Donaueschingen-Gänger ist. Leider vergaß ich, auf diesen Artikel hinzuweisen – die Ausgabe ist im Handel natürlich längst nicht mehr zu haben. Ich verlinke einen Scan.
Im Solostück CIN(shift) bedient ein Schlagzeuger eine Harmonika, einen Hammer (auf Backstein) und eine intendiert nur mit viel Aufwand bedienbare Bassdrum (mit Fußmaschine). Es gibt eine Relation zwischen dem Rhythmus des Hammers und dem der Bassdrum, über weite Strecken ist er identisch.
#virigin// für Oboe (schon der Titel für sich genommen verdient Erwähnung) fokussiert Schmatzgeräusche und performative Elemente. Explizite performative Elemente. Alles ziemlich leise, weswegen Marek das Instrument elektronisch verstärkt.