Patchworkfamilien/Klaustrophobie/FAZ/Zeit
Melanie Mühl (FAZ) schrieb 2010 schon einmal über ein Familienmodell namens Patchwork. (Das kommentierte ich auch, aber auf Facebook, eine Grundtendenz, das blöde Facebook absorbiert nämlich mein Bedürfnis, mich zu äußern.)
Dabei wundern wir uns zwar, wie der Vater es mit der Mutter aushalten kann und umgekehrt. Gleichzeitig sehen wir, dass sie es miteinander aushalten, trotz allem. Ihr Streit gefährdet nicht die Fundamente. Klar will man oft fortlaufen, weil alles eng ist, auf klaustrophobische Weise bedrückend. So ist das mit fast allen Dingen, die einen in unmittelbarer Nähe umgeben, mal liebt man sie, mal hasst man sie. Im besten Fall ist die Familie eine Trutzburg, wehrhaft nach außen, verschworen nach innen.

