Mittwoch, 17. März 2010

Academic inflation und Tanzsschule vs. ADHS-Medikation

Den Körper, um seinen Kopf zu transportieren: Sir Ken Robinson schildert seine Skepsis gegenüber einer weltweiten Schulkultur, deren alleiniger Fokus zu sein scheine, Professoren auszubilden. Warum sind Kunst und Musik die am wenigsten unterrichteten Schulfächer, warum genießt Tanz nicht die selbe Priorität wie Mathematik: „Do schools kill creativity?“ fragt Robinson im Rahmen der TED-Konferenz und berichtet vom Mädchen, dass im Kunstunterricht Gott malt: „Aber es weiß doch niemand, wie Gott aussieht“, sagt der Lehrer, worauf das Mädchen antwortet: „In einer Minuten wissen sie es.“

Mittwoch, 10. März 2010

Musikalische Allgemeinbildung?

Zweimal Musikpädagogik: 1. Julia Spinola in der heutigen FAZ über „Lebenselixier“ Musik und „Entmusikalisierung der Republik“. All die „tatkräftigen und phantasievollen Intitiativen der Kulturstiftungen, Landesverbände, Orchester, Opernhäuser“ blieben fruchtlos, weil in Sachen Bildungspolitik der Musikunterricht massiv leide. Deswegen beschweren sich Rattle & Co. beim Berliner Bildungssenator aus Angst um die „musikalische Allgemeinbildung“. Die vollbringe nämlich Nachweisbares, so Spinola: „Die Beschäftigung mit Musik, das kann inzwischen auch jeder Bildungspolitiker nachlesen, trainiert unser Gehirn, hilft Krankheiten zu überwinden, verbessert das Sprach- und Ausdrucksvermögen und fördert auf enorme Weise die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“. 2. Der Schulchor PS22 einer öffentlichen New Yorker Schule. Alles ohne Noten und irgendwie ganz schön Abseits von Rattle & Co. und Klugmachsynergien. Der Chor singt Popsongs, ausschließlich sogar. Bei Youtube kursieren unzählige Videos, allzumal versammelt im PS22-Blog. Populär im besten Sinne und so beeindruckend wie authentisch und empfunden dargeboten. Auch schön: völlige Absenz von Chorleitersprech und Orffinstrumenten. Dort im Schulchor jedenfalls dürfte man unter „musikalischer Allgemeinbildung“ etwas anderes verstehen als bei den „phantasievollen“ Landesverbänden und Orchestern. Aber verstanden haben sie etwas.

Samstag, 6. März 2010

Bedeutsame Ereignisse II

Neuschnee.

Mittwoch, 3. März 2010

Bedeutsame Ereignisse I

Kunst ist politisch and so am I. Das Missverhältnis zwischen Output und akademischer Bildung wurde moniert und den Schuh ziehe ich mir ehrlicher Weise an. Interesse gelte von hier und nun an dem Modernediskurs und als Künstler bringe ich mich mit ästhetischen Mitteln und Verve geistvoll in die Kultur- und Erkenntnisbeförderung zugunsten der Allgemeinheit ein. Damit beginne in diesem Blog eine neue Reihe, in der ich aktuelle Gedankengänge publizieren und kontroverse Fragestellungen der Weltöffentlichkeit zuführen möchte. Ein neuer Abschnitt. OMG.
Flussbewohner, Frühjahr 2010
Erster Teil: Ich mochte meinen Augen kaum trauen, aber war das gestern Nachmittag ernstlich eine Bisamratte, die da gemächlich und friedlichen Einklangs mit ihrer anatischen Umwelt im Elstermühlgraben entlang der Liviastraße schwamm? Die Experten wussten nur teilweise Rat. Womöglich sogar eine Biberratte bzw. Nutria. Allein der Schwanz des ungewöhnlichen Tier bemaß reichliche 30 cm. Hoch beeindruckt verließ ich die Brücke in Richtung Rosental.

Mittwoch, 3. März 2010

Heinz Holliger für die Thomaner

Die Ernst von Siemens Musikstiftung bringt erneut ihr Geld unter die Leute. Die Förderungslisten zu studieren ist sehr informativ. Diesmal auch: Leipzig.

Der Thomanerchor wird im Jahr 2012 800 Jahre alt und ist damit einer der ältesten Knabenchöre mit einer ungebrochenen Tradition. Anlässlich dieses Jubiläums beauftragt die Stadt Leipzig fünf namhafte Komponisten mit fünf “Festmusiken für Knabenchor”. Die Uraufführungen werden 2012 im liturgischen Rahmen zu Epiphanias, Ostern, Pfingsten, Reformation und Weihnachten in der Thomaskirche zu Leipzig stattfinden. Die Textwahl der Komponisten ist frei. Die Komponisten sollten den liturgischen Kontext jedoch deutlich werden lassen. Die Ernst von Siemens Musikstiftung unterstützt die Kompositionsaufträge an Hans Werner Henze und Heinz Holliger.