Monday, 7. December 2009

Unverf?§lscht, pur und wahrhaftig

Eine wahrhaftig sch??ne alternative ?úberschrift, obgleich schon die ben?ºtzte reichlich prima ist, w?§re auch gewesen: ‚Äûthe extremely heterosexual Nono‚Äú, Paul Attinello zitierend (Contemporary Music Review, Vol. 26, No. 1, Feb. 2007, pp. 105-114). Ziemlich cool, diese englische Zitierweise. Bzw. ziemlich bam. Attinello jedenfalls versucht, gemeinsam mit David Osmond-Smith, dessen Berio-/Sinfonia-Analyse ergiebig ist, ernstlich zu ergr?ºnden, inwieweit Pierre Boulez‚Äô Sexualit?§t in dessen Werken der sp?§ten 1940er-Jahre wiederzufinden sei. Au?üerdem geht es um Sylvano Busotti, langj?§hriger Lebenspartner des k?ºrzlich verstorbenen Heinz-Klaus Metzger, der auch mir ein einziges Mal ?ºber den Weg gelaufen war, im Fr?ºhjahr 2009 n?§mlich auf den schmalen G?§ngen des Radialsystem in Berlin w?§hrend des Ultraschall-Festivals. ?úber B. & B.: ‚ÄûBoth came to prominence at a time remarkable for ist extreme homophobia.‚Äú (117) Insiderinformationen alldieweil: ‚ÄûAlthough Boulez has always maintained a determined defense of his own privacy, he has acknowledged that his first, vivid outburs of works … were produced immediately subsequent to an intense, violently sexual relationship.‚Äú Zwar sei es einerlei, ‚Äûhow Boulez defined his own erotic needs at the time‚Äú. Doch dann folgt ein witziger Absatz zum Boulezschen ‚Äì jetzt wieder Osmond-Smith ‚Äì ‚Äûsurrogate for intimacy‚Äú: das Klavier. ‚ÄûHis Second Piano Sonata rapidly achieved cult status … Its dense, chaotically gestural style seemed to invite a range of iconic associations‚Äú, die diesem ‚Äûimaginary body‚Äú zuzuordnen seien: da sei erstens die F?ºlle von Eindr?ºcken, Kl?§ngen und Ger?ºchen der modernen Gro?üstadt, einem typischen modernistischen Topos seit Baudelaire. Und zweitens ‚Äûthe unpredictable patterns of a violent and polymorphous sexuality unharnessed from interpretation through the teleology of reproductive function. Anarchic play with the sensory possibilities of the city is thus not merely a public prelude to the private anarchy of sexual play with another body.‚Äú Aaaaaha. Der double eros in der 2. Klaviersonate von Pierre Boulez. Ich werde dar?ºber nachdenken. Auf dem Foto: Pierre und wir im Jahre des Herrn 2008. Boulez voll herzlicher Bereitschaft, uns Zonenkindern (wir hatten ja nichts) f?ºr ein h?ºbsches Souvenir dienlich zu sein; das Foto der profanen Urlaubsschnappschusssituation angemessener Weise verwackelt, was nicht an meinem prima Apparat lag, sondern an der Ungeschicklichkeit des Knippsenden.

Kommentieren

<< zurück