Samstag, 14. November 2009

Buhs im Gewandhaus

Kam nicht so gut an heute im Sinfoniekonzert, das „Capriccio“-Sextett hinter der Bühne: Sechs Streicher um Konzertmeister Erben ließen den Saal verdunkeln und die Orchesterstühle unbesetzt, die rechte Tür von der Bühne etwas öffnen – und fidelten aus dem Off. Ungewöhnlich. Zwei Dinge entdeckte ich dabei als erstaunenswert: 1. Warum können die Menschen im Publikum eigentlich nicht für 2 Minuten mucksmäuschen still sitzen, ohne Hüsteln, Tuscheln, Rutschen, Rascheln, Knistern? Doch gar nicht schwierig. 2. Die Gewandhaus-Akustik ist und bleibt großartig. Ändert aber nichts an der Unbeliebtheit der Idee, im Sinfoniekonzert Kammermusik zu machen, und die hinter spaltweit geöffneter Bühnentür: Buhs (Plural!) von den Rängen und im Anschluss noch weniger Applaus, als in der ersten Halbzeit Maestro Norrington ohnehin nur bekommen hatte.

2 Kommentare:

(Nr. 670) Martin Beyer am 15.11.2009 um 10.35 Uhr:

2 Minuten wären in der Philharmonie Berlin schon echt viel, beim Konzert vergangenen Freitag Abend mit dem DSO war die Geräuschkulisse eher dem Wartezimmer eines HNO Arztes gleich zu setzen – inklusive kommender und gehender Patienten. Aber dafür ab Ende keine Buhs (allerdings auch kein gefidel von hinter der Bühne, sondern Schostakowitsch 5).


(Nr. 836) felix am 13.12.2009 um 19.27 Uhr:

war das nicht hogwood und nicht norrington?
leider bieten weder gewandhaus.de noch der kreuzer eine rückschau. aber meiner meinung nach war stine danach mit hogwood essen. und nicht mit dem andern engländer.


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