Samstag, 14. November 2009

Buhs im Gewandhaus

Kam nicht so gut an heute im Sinfoniekonzert, das „Capriccio“-Sextett hinter der Bühne: Sechs Streicher um Konzertmeister Erben ließen den Saal verdunkeln und die Orchesterstühle unbesetzt, die rechte Tür von der Bühne etwas öffnen – und fidelten aus dem Off. Ungewöhnlich. Zwei Dinge entdeckte ich dabei als erstaunenswert: 1. Warum können die Menschen im Publikum eigentlich nicht für 2 Minuten mucksmäuschen still sitzen, ohne Hüsteln, Tuscheln, Rutschen, Rascheln, Knistern? Doch gar nicht schwierig. 2. Die Gewandhaus-Akustik ist und bleibt großartig. Ändert aber nichts an der Unbeliebtheit der Idee, im Sinfoniekonzert Kammermusik zu machen, und die hinter spaltweit geöffneter Bühnentür: Buhs (Plural!) von den Rängen und im Anschluss noch weniger Applaus, als in der ersten Halbzeit Maestro Norrington ohnehin nur bekommen hatte.

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