Freitag, 23. Oktober 2009

Biotische Materialdominanz

Prof.Dr.B.H.J.Eichler, wie er sich sparsamsten Schriftsatzes selbst nennt auf seiner Website, Fachmann der „Vergleichsanalytischen Instrumentenforschung“, treibt die „Problematik des Verhältnisses von Musikinstrument und Geschlechtlichkeit“ um. Ein entsprechendes Thema wäre zum Beispiel die Maultrommel, die „immer wieder mit Geschlechter-Rollenbelegung verbunden“ sei: Das Instrument selbst könne „von seiner Form und seiner Konstruktion her, leicht als Symbol der Vereinigung von weiblichem und männlichem Geschlechtsorgan interpretiert werden.“ Weil der Autor sich so interessiert für „Musikinstrument und Sexualität“, beschäftigt er sich – mit dem Banjo, genauer gesagt dem „Spezialfall Five String Banjo“. Die Ohren gespitzt:

„Da das Banjo aber ein so bemerkenswertes Beispiel für ein kulturell und traditionell zwar bereits fest etabliertes, aber trotzdem noch in besonderer Weise entwicklungsoffenes Musikinstrument ist, welches gerade hinsichtlich bestimmter entwicklungsoffener Aspekte auch mit dem Spannungsfeld von Geschlechtlichkeit in besonderer Berührung steht, kann es somit auch ein hochinteressanter Modellfall für weitere Untersuchungen und künftige wissenschaftliche Aufmerksamkeiten hinsichtlich des Verhältnisses von Musikinstrument und Sexualität sein.“

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