Konwitschny über die Oper Leipzig
Mit großer Freude erwarten wir Nonos „Al gran sole“ in der Leipziger Oper. Die öffentliche Probe (Ausverkauft? War doch freier Eintritt…) gab einen kleinen allerersten Eindruck. Der Plan der Leipziger ist groß und ambitioniert. Das Gewandhausorchester dürfte den Nono bestens im Griff haben, das bewies es kürzlich erst unter der Leitung Chaillys mit Luigis Opus 1, den kanonischen Variationen. Doch in der Oper sollte es noch spannender werden: Peter Konwitschny führt Regie, und dessen Auslassungen (die meistens freudvoll zu lesen sind) zu Leipzig, zu Oper insgesamt und seiner eigenen Tätigkeit gab er der nmz zu Notiz:
Zunächst müsse das Repertoire «von Unsinn sauber» gemacht werden. «Da muss Stück für Stück Qualität und Verbindlichkeit einziehen», sagte er. … Es brauche mindestens drei Jahre, bis sich herumspricht, dass sich die Qualität gewandelt hat. «Man muss die Nerven bewahren, wenn man was ändern will.» … Bei den künftigen Veränderungen setzt Konwitschny vor allem auf junge Regisseure. «Es ist schon unglaublich, wer hier alles Regieaufträge bekommen hat. Wir brauchen junge Regisseure, deren Grundhaltung zur Aufgabe des Theaters, zu der unseren, passen muss», sagte der Chefregisseur. «Zombies» hätten in Leipzig künftig keine Chance. … «Eigentlich hätte ich doch längst in Bayreuth inszenieren müssen. Dass ich bisher nicht dorthin eingeladen wurde, ist doch eher ein Verlust für die Wagner-Rezeption in Deutschland als für mich», sagte er.Update: Vollständiges Gespräch mit Angelika Rausch/ddp in der nmz


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