Wieder mal Lichterketten
Ein spannendes „Konzert zum Wende-Jubiläum“ gestaltet das Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig in Zusammenarbeit mit und in der Oper Leipzig am 19. September. Kühn und provokant klingt die Absicht, sich mit „mit Politik und deutscher Identität“ auseinanderzusetzen.
Wenn allerorts anlässlich des Wende-Jubiläums Reden gehalten, wieder mal Lichterketten gebildet und manch Bürgerrechtler aus der Versenkung hervorgeholt werden, dann erklingen in der Oper gänzlich andere Töne.
Den Jubelfeiern zum Wende-Herbst wollen wir kritische Klänge, Worte und Bilder entgegensetzen.
Gesangssolisten (u.a. der Oper Leipzig) und die Sinfonietta Leipzig unter der Leitung Johannes Harneits werden das umfangreiche Programm bestreiten, darunter beispielsweise Klassiker aus Ost (Reiner Bredemeyer) und West (Helmut Lachenmann), Mauricio Kagels doppelbödigen und dem Konzert seinen Namen gebenden („Den Sieg verfehlt“) „10 Märsche um den Sieg zu verfehlen“ (1978/79), Uraufführungen des jungen Komponisten Péter Köszeghy, des Posaunisten-Komponisten Friedrich Schenker und des Dirigenten Johannes Harneit, darüber hinaus mehrere Werke Luigi Nonos – auch Ausschnitte aus dem Musiktheater „Al gran sole carico d’amore“, dessen Premiere an der Leipziger Oper – unter der Leitung Harneits – im Oktober stattfindet.


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