Samstag, 13. Juni 2009

Gesunde Ernährung und Bewahrung der Schöpfung

„Das ist so’ne typische Berliner Betrachtungsweise“ – Markus Söder mogelt sich auf Deutschlandradio Kultur durch „tacheles“ . Er hat griffige Vokabeln mitgebracht („große Medizinheuschrecken“) und bestechende Bonmots: „Entscheidend [ist], in schwierigen Phasen einen Kompass zu haben“ (über zu Guttenberg) zum Beispiel oder: „Alles bleibt im Leben eine Einzelfallentscheidung“ (über zu Guttenberg).

Dann das wahlkampfnötige Die große Koalition schade – in diesem Falle der Gesundheitspolitik –, woraufhin ein Interviewer entgegnet: „Aber das macht doch die FDP mit Ihnen nicht mit! [...] Das gibt doch den ersten Streit.“ – Daraufhin kontert der CSU-Mann mit einer Trias goldener Weisheiten, die er jeweils mit „Wissen Sie“ einleitet, und die mich das Interview ein zweites Mal anhören machte:

1. Zur Gesundheitspolitik: „Wissen Sie, es geht doch letztlich um den Patienten. Ich mache mir immer Sorge, dass wir in der Gesundheitspolitik zu sehr theoretisieren. Am Ende geht es nur darum, ob es beim Patienten wirkt.“ (Aaha!) 2. Zu Horst Seehofer: „Und wissen Sie: Beliebtheit ist das eine, Stimmen für die Partei sind das andere und letztlich kommt es auf die Stimmen an!“ (Aaha!) Und 3. zur Politik an und für sich: „Wissen Sie, wenn sich Politik nur damit beschäftigen würde, was vor einem halben Jahr besser gewesen wäre. Da gibt es sicherlich Sendeformate bei Ihnen im Programm, die sind da bestens für geeignet, das noch mal alles philosophisch aufzuarbeiten. Aber Politik darf nicht nur malen, Politik muss machen, für die Zukunft machen.“ (Aaha!)

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