Samstag, 21. März 2009

Obama und die Erdnussbutter

Der US-Präsident grüßt herzlich zum Neujahrsfest die iranische Bevölkerung via Youtube. In Amerika und dem Iran beginge man das Fest gar nicht so unähnlich: Freunde treffen, mit der Familie zusammenfinden, gemeinsam Neuigkeiten und Geschichten austauschen. Geschichten austauschen, das ist das Stichwort: Nur zwei Klicks weiter, man befindet sich im offiziellen White House-Kanal, richtet sich Obama Woche für Woche mit einem fünfminütigen Clip an seine Bevölkerung, dem „Your Weekly Address“. Und zwar in dieser Woche zum Thema Lebensmittelsicherheit: „not just as a president, but as a parent.“

“When I heard peanut butter products were contaminated earlier this year, I immediately thought of my 7-year-old daughter Sasha, who has peanut butter sandwhiches for propably three times a week.“

Erdnussbutter. Das ist mal Volksnähe. Die Bundesregierung auf Youtube, das wäre was: „… musste ich sofort an meinen Ehemann Joachim denken, der zumindest dreimal pro Woche aufs Brot Erdnussbutter…“ – Aber tatsächlich zitiert bei Spiegel Online der Iraner Omid Nouripour seinen Onkel, der Nouripour am Telefon frug, wann denn Angela Merkel auf Farsi sich mit einer Neujahrs-Botschaft über Youtube bei der iranischen Bevölkerung melde. Nouripour: „Gar nicht.“

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