Pyrom?ºde
Das Jahr neigt seinem Ende dramatisch sich zu. Und dann das: ich erhielt Post von der Bildungsagentur Leipzig, das Staatsexamenszeugnis – am 31.12.! Damit endet heute, oder noch besser: um 24 Uhr, nicht nur das letzte Jahr eines langen Studiums insgesamt, sondern vor allem das Jahr einer unseligen und geistig zerm?ºrbenden Pr?ºfungszeit, die, gro?üz?ºgig gefasst, im Januar begann und vor wenigen Tagen, am 10.12., endete. Wie symboltr?§chtig also, die Zeugnisse am 30. Dezember zu verschicken, sodass sie bei den Examinierten am Silvestervormittag im Postkasten liegen. Silvester wird ?ºbersch?§tzt, keine Frage, aber so ein Zeugnis ist schon wahrhaftiger Anlass, heute Abend nicht schon um halb zw??lf ins Bett zu gehen.
Das endende Jahr 2008 waren nicht nur Staufer, Napoleonische Kriege, Berliner Intelligenzstrukturmodell (nach J?§ger, 1984), handlungsorientierter Musikunterricht, Pestalozzi usf., au contraire, gerade der Dezember erwies sich als gewinnend. Zwar war der Dezember auch ‚Äûvirtuos‚Äú, das neue redaktionell nutzlose Verlegenheits-Magazin der GEMA, war lethargische Protestantenpredigt am Heiligen Abend, war Papstens debilvatikanischer Unflat zum Thema Familienschutz. Aber wahrlich, geliebte Zuh??rer, ich sage euch, was k??nnte Rebbe Ratzinger schon Kartoffelkl???üen halb-halb entgegen setzen, was das GEMA-Magazin dem R?ºblikuchen mit Zuckerguss und Marzipanfr?ºchten, was eine unkonzentriert Andachthaltende dem irischen Fr?ºchtekuchen mit Whisky und getrockneten Datteln, Aprikosen und Pflaumen?
Ebbe, Rebbe!

