Friday, 14. November 2008

Musik & Gegenwart: Symposium an der Musikhochschule

Da die Website der Hochschule f?ºr Musik und Theater diese Informationen vermissen l?§sst, an dieser Stelle ein Hinweis auf das interdisziplin?§re Symposium der Fachrichtung Tonsatz/Komposition an diesem Wochenende. Folgend das komplette Programm. Eintritt ist frei.

Interdisziplin?§res Symposium. Eine Veranstaltung der Hochschule f?ºr Musik und Theater Leipzig “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Kooperation mit der Gesellschaft f?ºr Musik und ?Ñsthetik. Mit Mark Andr?©, Roger Behrens, Oliver Fahle, Mara Genschel, Pierangelo Maset, Julia Spinola und Alba d’Urbano

Leitung: Claus-Steffen Mahnkopf
Kammermusiksaal, Grassistr. 8, 04107 Leipzig

Samstag, 15. November 2008, 9.30-17.30

9.30 Prof. Dr. Claus-Steffen Mahnkopf (Leipzig): Josef Ackermann oder ein
kleiner Versuch ?ºber das falsche Bewu?ütsein

10.15 Roger Behrens (Hamburg): Zur gesellschaftlichen Lage der popul?§ren
Musik

11.45 Mark Andr?© (Berlin): Einige Bemerkungen ?ºber die Suche nach
Zwischenr?§umen

14.30 Prof. Alba d’Urbano (Leipzig): to see or not to see (Pr?§sentation
eigener k?ºnstlerischer Arbeiten)

16.00 Prof. Dr. Oliver Fahle (Weimar): Der Film der Zweiten Moderne

Abends: Musik & Gegenwart 12 (Konzert)
mit Werken von Mark Andr?©, Stefan Beyer, Elliott Carter, Johannes Kreidler, Felix P?§tzold und Ming Tsao. Mit dem Ensemble Musik & Gegenwart, Leitung: Reinhard Schmiedel. 19.30 Gro?üer Saal

Sonntag, 16. November 2008, 9.30-14.00

9.30 Mara Genschel (Leipzig): T.EXT (Lesung aus eigener Lyrik)

11.00 Julia Spinola (Frankfurt/Main): Chancen und Grenzen der Musikkritik

12.30 Prof. Dr. Pierangelo Maset (L?ºneburg): Lesung aus seinem Roman Laura
oder die T?ºcken der Kunst

Monday, 10. November 2008

Von Th?ºringischen und Th?ºringern

Man versteckt ein Ding im Busch, sucht danach und entdeckt es. Dar?ºber schrieb Nietzsche im Jahr 1873, wie ich in der FAZ lese im Kontext eines Artikels, der darauf hinaus will, dass unser Urgeschichte-Frauenbild allzu gepr?§gt sei von Fred und Wilma Feuerstein. Offenbar lebe ich in der Vergangenheit. Wobei sich das nicht deutlich macht daran, dass ich von den Neandertalern las, sondern dass besagte Frankfurter Zeitung ein Exemplar ist von vor Monaten. So arm bin ich: Ich lese Altpapier.

Aber die Zeiten ?§ndern sich, denn als einer von f?ºnf Leipziger Musikstudierenden ward ich nach Weimar gerufen, wo wir faktische 8, gez?§hlte 10, gef?ºhlte 12 Stunden uns zugunsten eines Berufungsverfahrens an der Hochschule f?ºr Musik uns aufhielten, um f?ºr gute zwanzig ?ñcken den so genannten Hausbewerbern die Seminaristenstatisterie zu geben. Das sch??nste th?ºringische Ferienerlebnis war ein Kandidat, ein Herr oder eine Frau, wer wei?ü…, der uns anhielt, ?ºber ein fadenscheiniges musikalisches Thema in c-Moll, das er an der Tafel notierte, zur Irritation der Probestudierenden zugleich am Klavier aber rhythmisch kaum sinngem?§?ü wiederzugeben in der Lage war, eine Fortspinnung zu komponieren, wobei dieser kreative Prozess ins Au?üengesteuerte zu driften schon nach kurzer Zeit nicht mehr aufzuhalten war. Ein Kommilitone w?ºnschte den Melodie- und damit neuen Leitton a ‚Äì abgelehnt. Eine Kommilitonen skizzierte eine so verminderte wie unproblematische Melodief?ºhrung ‚Äì abgelehnt. Der gerufen zu werden sich bitter W?ºnschende hatte offenbar schon eine eigene Variante parat, verbrachte ebenjene unter rhetorischer Anscheingabe, es handle sich stets um unsere Ideen und Absichten, flugs an die Tafel, zog nach Vervollst?§ndigung unseres alias seines Viertakters mittels Oberlehrerton implizites Fazit (‚ÄûWarum klingt das denn jetzt sch??n?‚Äú) und brachte am Klavier unter mimischer Anscheingabe, es handle sich um Improvisation, die 4 x 6 Achtelz?§hlzeiten zu einem Serviertellerschluss, wobei er windelweichen Kadenzzwirns, mit dem zu Midsommar nachts um drei Uhr finnische (betrunkene ‚Äì versteht sich von selbst) Polkamusikanten jede Tangoschnulze zurechtzuquartvorhalten pflegen, die fachliche alias freundschaftliche Zuneigung diverser Berufungskommissare offenbar leichterdings zu gewinnen imstande war.

Aber das war vorgestern, davon ist keine Rede mehr. Mein Fokus liegt wieder vermehrt auf der Gegenwart. Zumal ‚Äì in eigener Sache ‚Äì gestern meine Blasmusiknummer ‚Äûconcerto bavarese‚Äú beim Kompositionswettbewerb ‚Äûflammabis‚Äú in den Mainfrankens?§len zu Veitsh??chheim durch das Polizeimusikkorps M?ºnchen (Ltg. Johann M??senbichler) uraufgef?ºhrt ward und einen ebenso erfreulichen wie soliden 3. Preis einstrich.