Dienstag, 21. Oktober 2008

Wohin des Wegs, Donaueschingen?

Bevor ich die Abrechnung unserer Fahrgemeinschaft von Leipzig ins Badische erledigte, stand die Abrechnung mit den Musiktage in Donaueschingen für die nmz.de aus. (Eine Abrechnung ist es eigentlich gar nicht, aber wenn die Nmz online studentische Blogs veröffentlicht zu Darmstadt oder Donaueschingen, so ist es wohl Tradition, braucht’s den gewissen Tonfall.) Wie also Tag 5, d.h. der gestrige Montag, in Trossingen verlief (die Musiktage an und für sich sind ja bereits seit Sonntag geendet), ist im Blog abgerissen und ein ansatzweiser kritischer Blick auf die Sache im Ganzen wird gewagt.

Imbiss in Donaueschingen – Tag 5.

Montag, 20. Oktober 2008

Was macht eigentlich…

Donaueschingen?
Aus aktuellem Anlass passiert hier privat zZt. noch weniger als ohnehin. Prüfen Sie dies:
http://nmz.de/donaueschingen_2008

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Goldene Buchstaben? In diesen Zeiten?

Nunc est examinandum. Wir werden erwachsen, ach, iwo: Examensarbeit – wir zielen auf höchste Weihen! (Gibt’s im Bildungswesen bürokratischere Vorgänge als den Erwerb eines – Ersten! – Staatsexamens?) Wer eine Examensarbeit fertig kriegt und damit sein Zeugnis erwirbt, der hat alle Mühlräder durchstanden, der hat Format. Wie nahe liegend, das gute Stück durch angemessenes Format standesgemäß zu zelebrieren: Die Examensarbeit umschlage in kräftigen Deckeln schwarze oder grüne Leinen, trage in goldgeprägten Lettern (in kleineren) den Titel („Studien zu…“, „Untersuchungen über…“, „…im Wandel“, „…im 19. Jahrhundert“) und (in größeren) den Namen des Examinanden. Eccete!

Auf ein Blatt Papier passen, ungedrängt, fast 1000 Wörter bzw. gute 6000 Zeichen (ohne Leerzeichen). In einer Examensarbeit gelten aber andere Regeln: Platz finden dort je Blatt Papier nur 720 Wörter bzw. rund 4500 Zeichen (wegen des 1,5-zeiligen Satzes), eigentlich sogar nur 380 Wörter bzw. rund 2500 Zeichen (wegen des einseitigen Drucks) – und selbst die sind nur unterzukriegen, wenn die Seitenränder nicht über durchschnittliche 3 cm hinauswachsen. Würde man Bibeln oder Telefonbücher in solchem Satz zum Druck schicken – die Frage des Regenwalderhalts wäre obsolet.

Nun hat das bei einer Abschlussarbeit wohl seinen Anlass: In die großzügigen Zeilenabstände lässt sich bequem hineinschreiben, die Ränder lassen Platz für Notizen und Korrekturen. Und das jeweils zur Hälfte weiße Blatt? Das sorgt dafür, dass auch die schmalsten Abschlussarbeiten noch einen würdevollen Papierstapel bilden! – Der Papierstapel nämlich, der ist es, die Würde akademischen Graduierens. Da beantwortet sich die Frage, ob Heftbindung oder feste Buchbindung, wie von selbst, denn die kräftigen Pappen bringen Vorteil: zusätzliche 3 mm über und unter dem Stapel.

Kurzum: Gold und Leinen? Iwo! Der Eindruck einer Dissertation russischer Ghostwriter würde sich beim Aufschlagen erschweren durch den luftigen Schriftsatz, wie man ihn kennt aus Büchern für Leseanfänger. Nein, nein. In grüne Leinen einschlägt man Schumann-Lieder. Fürs Herz, fürs Regal, fürs Wohnzimmer. Eine Examensarbeit ist ein Studienobjekt, mehr nicht, ein Arbeitsresultat. Arbeit. Nicht Gold und Leinen.