„…vielleicht mal ne Präposition“
Herr Moderateur von Deutschlandradio tut sich schwer, Brecht zu entziffern. Zu recht, haben sich die Herausgeber der Brechtschen Tagebücher („das sind Arbeitsbücher!“) doch auch zu einer dokumentarischen Ausgabe entschlossen. Im Gegensatz zu konstituierend – (affektierter Tonfall) eeendlich auch in der Brechtforschung angekommen – … weiß ich nun. In 54 Bänden Brechtnotizen hat’s ab Band 1 (erscheint im Mai, Suhrkamp) stets zur Linken faksimiliertes Gekritzel, und zur Rechten die Transkription, unter gewissenhafter Berücksichtigung von Kursivschreibung, Durchstreichungen, Abkürzungen, Umbrüchen, Rechtschreibfehlern (wie blasphemisch). Vierzig Jahre Notizenmacherei, und der Laie, respektive Herr Moderator, erkennt nur „in den Kühlschrank“ und „vor der Party“, weswegen sich jenem die Frage aufdrängte: „Wie haben Sie eigentlich diese Klaue entziffert?“ Darüber gab Villwock, Peter (Hg.) stoisch Antwort anlässlich der Projektpräsentation vorvorvorgestern in Berlin.
Soviel Feuilleton für heute. Mit meinen Vorbereitungen zur Pädagogischen Psychologie komme ich halbwegs zurande. Richtig lieben lerne ich diese besserwisserischen Statistiker und Menschenmetriker allerdings nicht.
„Gleichzeitig signalisieren die Meinungsführer, dass sie schon älter, reifer und fortgeschrittener als die anderen sind. Sie sind in gewissem Sinne ‚ÄöEntwicklungspioniere’ und demonstrieren dies über problematisches Verhalten wie Rauchen und Alkoholkonsum. … Warum kommt es im deutschsprachigen Bildungswesen zu solchen problematischen Erscheinungen, dass sich Meinungsführer durchsetzen, die eher schulunfreundlich eingestellt sind?“
(Helmut Fend) Wir fordern schulfreundliche Schüler!

