Warum tut er das blo?ü?
Das Examen ruft und ich ?ºbe Schubert, Sonate H-Dur op. post. 147, 1. Satz Allegro ma et cetera pp.. Mit bester Disziplin ?ºbe ich, mit allerbester. (Darum sitze ich auch schon wieder und tippe. ?Ñhm.) Eine selten sch??ne Komposition! Aber f?ºr meinen klobigen Spielapparat v??llig ungeeignet. Und wie es gesetzt ist. In denkbar ?ºberfl?ºssig pianistischer Manier. Geschrieben f?ºr Leute, die es k??nnen ‚Äì ich kann es nicht. S?º?üliches im virtuosischen Kleid. Da macht die linke Hand immer elegant bum-bum-bum quasi pizzicato, Finger vier und f?ºnf der rechten Hand schmelz-heulen romantische Melodeien, und Finger eins bis drei derselben spielen (im szenischen Wortsinne) Bratsche: Sechzehntel-Hoch-und-runter im Geiste Albertis. Harmonische F?ºllstimme eben, aber irrsinnig fisselig umzusetzen: h-cis-h-cis-… einen Takt, h-ais-h-ais-… einen Takt, h-cis-h-cis-… einen Takt, et cetera. (Da beschwere sich einer ?ºber Kompositionen des 21. Jahrhunderts!) Abgesehen davon, dass dieses St?ºck hervorragendes Potential f?ºr Armkr?§mpfe und Sehnenscheidenbeschwerden in sich tr?§gt muss konstatiert werden: romantisches Ges?§usel f?ºr K??nner, f?ºr Klavierk??nner. Romantisch, verliebt, verkl?§rt, … verklemmt. Was f?ºr ein Mensch muss dieser Schubert gewesen sein. Emotionales Asthma. …Letzten Endes ist es Volkst?ºmelei. B?ºrgerliche Volkst?ºmelei. Salon statt Jahrmarkt. Aber Volkst?ºmelei. Warum tut er das blo?ü? Pfui,pfui! Ach ja, Examen. ?úben. Dann mal los.

