Freitag, 21. September 2007

Henryk M. Broder über Atonalität und Postmoderne

Interessantes (wenngleich im Ganzen etwas dünnes) Gespräch auf Deutschlandradio Kultur dieser Minuten mit dem Publizisten Henryk M. Broder. Dem fällt der allgemeine Exhibitionismus in Deutschland auf und zeigt sich unzufrieden mit dem medialen Aufsehen ums Private von Wowereit (und seinen Empfängen), Pauli (und ihrer 7-Jahres-Ehe), Seehofer (und seinen Ehekonfusionen sowie seiner Haltung zu Paulis 7-Jahre-Ehe) und Christa Müller (und ihren familienpolitische Grundsätzen): In Deutschland sei man um alles verlegen, aber nie um einen Fernsehauftritt. Das habe nun ebenfalls die Politik erreicht – Privates sei politisch geworden, “ein später Sieg der Kommune I”. Ins Gedächtnis rufen möge sich der Steuerzahler jedoch hin oder wieder, empfiehlt Broder, dass sich der Bürgermeister von der Müllabfuhr strukturell nicht unterscheide: beide seien seine Angestellte. Es dürfe Zeit werden für eine neue Sachlichkeit. Ein Politiker sei nicht Musiker, Politik nicht Kunst und “atonale Musik”. Die aktuellen Erscheinungen nennt er demhingegen “postmodern”.

Henryk M. Broder sieht Eva Herman als symbolisches Opfer
(Deutschlandradio Kultur, 12.09.2007)
“Deutsches Symphonie-Orchester in Teheran. Die wollen nur spielen”
(SPIEGEL ONLINE, 31.08.2008)
“Mügeln als Symptom. Im Land der Wirklichkeitsverweigerer”
(SPIEGEL ONLINE, 28.08.2007)

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