Saturday, 29. September 2007

Gaudeamus.nl gehackt?

Upsi. Irgendwelche Informatiker aus dem Arabischen haben sich den Server von Gaudeamus untern Nagel gerissen. “MUSLIM-HACKERZ” – hm. Kuriose Sache. Noch etwa: der Tod spielt nicht Posaune. Sagte Klaus Huber gestern beim Spinnerei-Festival in Leipzig. Erkl?§rung: er hat keine Lippen. Klingt schl?ºssig. NB Huber & Gaudeamus verbindet die Neue Musik. Das war’s auch schon f?ºr heute.

Friday, 28. September 2007

christlich [a]ngehaucht

Aus aktuellem Anlass frage ich mich, warum Philippe de Vitry seiner Motette folgenden kuriosen Namen gab: “In nova fert / Garrit gallus / [N]euma”. “[N]euma”? Wieso ist das N eingeklammert? Wenn man meint, die Ars subtilior h?§tte derart Komplexes hervor gebracht, dass beispielsweise Zacharias’ Sumite carissimi manchem Wissenschaftler als das schwierigste St?ºck der Musikgeschichte bis zum Serialismus im 20. Jahrhundert galt – dann d?ºrfte man mit Fug und Recht behaupten, die Ars nova griff mit ihren Kompositionstiteln die abgefahrene Betitelungspraxis der so genannten “Neuen Musik” im 20. Jahrhundert vor (“…AUF… II” von Mark Andr?© oder “No. 37b” von Richard Ayres oder “oo0O0oo” von Andr?©s Maupoint).

Noch was Heiteres f?ºr jedermann: Deutschlandradio Kultur befragt seine H??rer zu einer Mumien-Ausstellung. H??rerbefragungen geh??ren sowieso l?§ngst zu meinen Radio-Favourites. Aber der Herr hier war gerade hervorragend. ‚ÄûMan soll die Toten Toten (sic) sein lassen. Ich bin auch christlich angehaucht (sic).‚Äú Angehaucht, ja? :-D Feine Sache f?ºrn verregneten Freitag.

Friday, 21. September 2007

Henryk M. Broder ?ºber Atonalit?§t und Postmoderne

Interessantes (wenngleich im Ganzen etwas d?ºnnes) Gespr?§ch auf Deutschlandradio Kultur dieser Minuten mit dem Publizisten Henryk M. Broder. Dem f?§llt der allgemeine Exhibitionismus in Deutschland auf und zeigt sich unzufrieden mit dem medialen Aufsehen ums Private von Wowereit (und seinen Empf?§ngen), Pauli (und ihrer 7-Jahres-Ehe), Seehofer (und seinen Ehekonfusionen sowie seiner Haltung zu Paulis 7-Jahre-Ehe) und Christa M?ºller (und ihren familienpolitische Grunds?§tzen): In Deutschland sei man um alles verlegen, aber nie um einen Fernsehauftritt. Das habe nun ebenfalls die Politik erreicht – Privates sei politisch geworden, “ein sp?§ter Sieg der Kommune I”. Ins Ged?§chtnis rufen m??ge sich der Steuerzahler jedoch hin oder wieder, empfiehlt Broder, dass sich der B?ºrgermeister von der M?ºllabfuhr strukturell nicht unterscheide: beide seien seine Angestellte. Es d?ºrfe Zeit werden f?ºr eine neue Sachlichkeit. Ein Politiker sei nicht Musiker, Politik nicht Kunst und “atonale Musik”. Die aktuellen Erscheinungen nennt er demhingegen “postmodern”.

Henryk M. Broder sieht Eva Herman als symbolisches Opfer
(Deutschlandradio Kultur, 12.09.2007)
“Deutsches Symphonie-Orchester in Teheran. Die wollen nur spielen”
(SPIEGEL ONLINE, 31.08.2008)
“M?ºgeln als Symptom. Im Land der Wirklichkeitsverweigerer”
(SPIEGEL ONLINE, 28.08.2007)