Freitag, 17. August 2007

Zurück in Deutschland

Es war eine schöne Zeit! – aber mein diesjähriger winzigkurzer Schwedenurlaub ist zu seinem Ende gekommen. Allerlei Examensvorbereitungen machten mir einen längeren Aufenthalt leider unmöglich. Aktuell sind es allerlei Hausarbeiten, welche zum Erreichen der Scheinfreiheit am Schreibtisch Sitzen erforderlich machen. (Der Satz liest sich irgendwie konfus. Kein Wunder, mein tipperisches Können bin ich gerade allein in meine Arbeit über „‚Amnestie und Amnesie’ in der BRD 1949-1954“ zu investieren gezwungen. Huch!, schon wieder so konfus.) Zwar ist mir dieser mühseligen Studienverpflichtungen wegen der Zeit nur wenig. Nichtsdestoweniger ist mir der Lust viel (genitivus partitivus? Who knows… Konfus, konfus.), auf dem Sprung zur Mensa zwei Worte in meinem Propagandatagebuch zu hinterlassen. Zur Kompensation des mangelhaften Ausdrucks und zur Vortäuschung von etwas, was ich in Schweden vielleicht gar nicht getan habe, was mir aus PR- und Karriezwecken aber nur allzu günstig scheint, füge ich diesem Eintrag die Fotografie einer Indoor-Idylle – ein Stillleben mit Kerzenschein und großformatigem Notenpapier (Dank sei dem edlen Spender, gratias agimus tibi) – zuvor. („Zuvorfügen“?)
Zur Kompensation des mangelhaften Inhalts gebe ich außerdem noch ein schwedisches Originalbackrezept hinzu; entnommen einem der populärsten schwedischen Backbücher, ein echter Sachbuch-Bestseller. Also, in aller Kürze (die Mensa schließt um 14 Uhr), hier der Grundteig: 150 g Butter schmelzen, mit 5 dl Milch verrühren und auf 37°C temperieren; einen Teil der Flüssigkeit mit 50 g (resp. einem Päckchen) gründlich zerfledderter frischer Hefe verrühren. Hinzuzugeben sind: ½ Teelöffel Salz; knapp 1,5 dl Zucker; 1,3 l Mehl (nach & nach). Mit kräftigem Holzlöffel zu einem geschmeidigen Teig, der sich vom Schüsselrand leicht löst, kneten. Soweit das offizielle Rezept. Mit der Mengenangabe des Mehls fehlt das schwedische Backbuch leider gewaltig. Im Gegensatz zum deutschen Volk von Mitläufern und Minderbelasteten, dem Eugen Kogon in der Gründungszeit der BRD ein „Recht auf politischen Irrtum“ einräumte, lässt frische Hefe bei Fehlern niemals Gnade walten: es sind mindestens 1,8 l Mehl, die benötigt werden. Mit Erfolg kann sonst nicht gerechnet werden.

Soviel zum Grundteig.

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