Freitag, 22. Juni 2007

Pottkahst an der HMT: “Tja, nötig…?”

Die Hochschule für Musik in Leipzig ist wieder ganz vorne mit dabei: auf der Website der Institution (www.hmt-leipzig.de) gibt es jetzt Podcast, also eine Form von Radiofeature zum online Anhören. Großes Lob von Spektabilität Professor Martin Kürschner: “Im Prinzip sehr gut.” Na dann! Es ergänzt eine dem Hörer unbekannte Frau: “Weil man… dann einfach … mal… ohne Termine…” – danke, genau so ist’s!
Nach Minuten der Einleitung geht es direkt in medias res (huahua — das ist in diesem Zusammenhang nicht unlustig!…): helle Aufregung in der der Tanzmusikabteilung, die Dozenten haben die Konditionen der Repertoireoprüfung verändert. (Repertoireprüfung?) Was sich da verändert hat sei “grundsätzlich begrüßenswert” verrät Heiko (Heiko?) auf der Raucherinsel (Raucherinsel?) der Radiojournalistin. Was es mit den neuen Modalitäten auf sich hat, erfährt der Hörer ausführlich: vorbereitete leichte Stücke (”simple Melodien”) würden in der Prüfung von der Jury auch in zusätzlichen Tonarten abgefragt, und zwar: C, G, F oder B (bzw.: Bb); wahlweise auch in einer anderen Taktart. Wer das 2/4-Lied in 4/4 bringt, besteht “befriedigend”; wer sich ans zweite Kreuz oder ans dritte B (”flat”) wagt, kriegt vom Klavierprofessor ein Küsschen. Anschließend eine Kritik: das im Mai stattgefundene Konzert mit Kompositionen Studierender der FR Schulmusik wird beleuchtet. Das hört sich so an: eine Stimme sagt: “Schulmusiker komponieren” – Lachen. Das verbuche ich als Selbstironie. Dann eine schabowskieske Ansage von Organisator Wieland Moderegger zwischendurch: “Ich hab’ jetzt grade gehört, ganz neu, neueste Infos” – gespanntes Knistern im Saal -, “dass die Schulmusik an der Hochschule bleibt und die Uni mit dazukommt”. Frenetischer Applaus. Wir sind eine Schulmusik! Später (ja, dieser Podcast ist sehr, sehr lang) ein Bericht über die aktuelle Opernproduktion der HMT.

So in dieser Art also erfährt der Hörer Neues und Aktuelles aus dem Hochschulleben. Die diese Podcasts produzierenden Schulmusik-Studierenden betonen in eigener Sache die inhaltsbezogene Orientierung der Sendungen (”so mit Berichten”); eingestreute Statements auf den Hochschulfluren Befragter bestätigen zugleich die hohen Erwartungen: “ziemlich viele Vorurteile” gäbe es zwischen den Fachrichtungen bzw. ihren Studierenden — vorstellbar, dass das ein Podcast “dämmen kann”. Vorstellbar.

“… Also nötig wär’ vielleicht zu stark”: HMT Leipzig-Podcast “Episode 1″

PS: Noch ein weiteres, hochaktuelles “Radiofeature” mit Pffif! Udo Pastörs rockt Mecklenburg-Vorpommern.

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