Freitag, 1. Juni 2007

Aus der Reihe: “19 Euro zuviel”

Friseurbesuch bei Götz Ponater, dem Army-Salon in Leipzig. Was man dort kann: Nacken ausrasieren. So wird aus einer Frisur ein Haarschnitt. Einmal waschen, 15 Minuten schnippeln, Verschnitt flott ausgefönt. Der Gesamteindruck meiner Haare ist ein Erlebnis deutscher Zeitgeschichte: Pragmatismus eines Ulbrichtschen Stahlarbeiters trifft Goebbelsche Herrenrassen-Akkuratesse. Die Kürze meiner Kopfbehaarung hat außerdem so ein Moment von knabenhafter Unbeholfenheit, das nenne ich nun meinen Röhmesken Hinterkopf. Meine Seele erkrankt. Reaktiv.

2 Kommentare:

(Nr. 37) Sandra am 1.6.2007 um 15.51 Uhr:

Das wächst schon wieder!


(Nr. 38) Ruth am 1.6.2007 um 19.46 Uhr:

Wir vermissen die fotografische Dokumentation des zeitgeschichtlichen Elends! – Kopf hoch (trotz alledem!)


Kommentieren

<< zurück