Good morning, Leipzig!
Es frühsommert noch kräftig in Sachsens Hauptstadt der Herzen. Auch hier in meinem bescheidenen Kämmerlein an der Arena konnte sich ein Maien-haftes Gefühl von Blüte und Leben verbreiten, nutzte ich doch meinen siebten Tag der Woche zum Umtopfen der Zimmerpflanzen. Vor allem ein Palmengewächs gleich hier hinterm Abendbrottisch („Nahpalm“ sozusagen, haha) macht nun in seinem groß dimensionierten neuen Terracottakübel einen ganz und gar propperen Eindruck. Beim Umtopfen gehört die frische Erde (0,59 Euro für 10 Liter – da konnte ich nicht Nein sagen) kräftig angedrückt und großzügig gegossen. Wenn es nach getaner Arbeit nach tropischem Feuchtgebiet riecht, die Abendsonne die urwaldigen Blätter stimmungsvoll beleuchtet, da kann einem die zweite Flasche Wein durchaus glauben machen, der Vietcong lauere im Blumentopf. Dabei denke ich an den Vietcong, wie ich ihn aus Film und Fernsehen kenne, vor allem aus US-Film und –Fernsehen. So, wie das Europa-Bild aus EU-Film und -Fernsehen, also „L’auberge espagnole“. (Bei dem Film musste ich wegen der kuriosen Schlaubergereien und Völkerfreundschaftsromantizismen an das DDR-„Volksliederbuch für gemischten Chor“ denken, Band I, politische Lieder.) Aber nun gemütlich zu Ende Abendbrot gegessen, I like the smell of Schafskäse in the evening.


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