Fundfahrrad
Wer vergisst schon sein Fahrrad in einer S-Bahn? Oder gar in einem RE? Vor allem: wer ruft anschließend nicht bei der Bahn an, und erkundigt sich um sein vergessenes Radel? Wunderlich… – dennoch: das Aufkommen nicht wieder abgeholter Fahrräder ist enorm und kam mir heute nachmittag im Leipziger Hauptbahnhof zu Gute. Der DB Reiseservice veranstaltete eine seiner Fundfahrräder-Versteigerungen. Ein lustiges Erlebnis, empfehlenswert. Vor allem: nun habe ich wieder einen Drahtesel! 16 Euro, glatt geschenkt. Velo ergo sum.
Gruß aus Bad Harzburg, oder: Harzburch, wie der gebürtige Hiesige sagen gebraucht. Das Wetter ist prima, und bei den Eltern hat’s sogar einen Fernseher. Herrlich, was der Tage läuft, z.B. die Arier-Schmonzette “Die Flucht”, Gott sei Dank in zwei Teilen – so hat man einen geschlossenen Eindruck vom Streifen, darf sich zugleich aber 50% der Filmdauer ersparen. Imposant auf der Flucht: der Tiefflieger-sichere Haarputz der Maria Furtwängler. Die von ihr verkörperte Gräfin so-und-so hätte sich dereinst — ich spreche von den goldenen Jahren des NS, noch lange vor jener Fluchtzeit — angesichts Blondheit und teutschen Mutes eines Mutterkreuzes sicher sein dürfen. (Das steht allerdings mit der Frisur in keinem Zusammenhang, das wollte ich damit nicht sagen.)
