Wednesday, 21. March 2007

Fundfahrrad

Wer vergisst schon sein Fahrrad in einer S-Bahn? Oder gar in einem RE? Vor allem: wer ruft anschlie?üend nicht bei der Bahn an, und erkundigt sich um sein vergessenes Radel? Wunderlich… – dennoch: das Aufkommen nicht wieder abgeholter Fahrr?§der ist enorm und kam mir heute nachmittag im Leipziger Hauptbahnhof zu Gute. Der DB Reiseservice veranstaltete eine seiner Fundfahrr?§der-Versteigerungen. Ein lustiges Erlebnis, empfehlenswert. Vor allem: nun habe ich wieder einen Drahtesel! 16 Euro, glatt geschenkt. Velo ergo sum.

Saturday, 17. March 2007

Welcome to Waldstra?üenviertel

Je ?™tre arriv?© dans la rue Gustave Adolphe. F?ºr alle, denen das Franz??sische nicht so gut zu Hute steht wie mir: ja, ich bin angekommen, enfin, in meinem neuen Zuhause. Bescheiden lebe ich nun auf knappen 210 Quadratmetern; hier im Salon habe ich, durch die ge??ffneten T?ºren des Billardraums, einen wundervollen Blick ?ºber die Seine gen WM-Stadion am Waldplatz. Hier, im Waldstra?üenviertel, da bin ich richtig; hier leben Genussmenschen, K?ºnstler und Immobilienmakler. Aus meinen Fenstern gesehen liegt schr?§g unten zur einen Seite das Caf?© Gustav, zur anderen der Biowaren-B?§cker des Herrn Drescher aus dem S?ºden der Republik. Und die Leute hier, die Leute… ‚Äì ein Traum: die Menschen im Treppenhaus sind rar, die Nachbarn ruhig, – allein die Verk?§uferin beim B?§cker Drescher reagierte heute morgen etwas pikiert ?ºber meinen Wunsch, Geld zu wechseln, dies sei ein B?§cker, keine Wechselstube. Recht hoam‚Äôs.

Friday, 9. March 2007

“Wie sie geh’n, wie sie steh’n”

Roger Cicero geht beim Grandprix f?ºr Deutschland ins Finale nach Helsinki. Den Song gab’s spritzig und knackig und ‘nen halben Ton h??her als im Videoclip. Der Liedtext ?ºber Frauen (“regier’n die Welt”) ist nicht besonders ciceroesk (“Sie geben alles wenn sie irgendwas wollen, und du bei?üt auf Granit, wenn sie schmollen”), und macht vor allem einen etwas kurzatmigen Eindruck: “Wie sie geh’n/ Und steh’n/ Wie sie dich/ Anseh’n.” Daf?ºr klingt die Band echt gut. Da st??rt der Alibitext und die Alibimelodie nicht (offenbar kann man Swing- und Bigband-Arrangements beliebig auf jedes Liedchen montieren); allein, Roger Ciceros Stimme ist mir bissel zu juvenil und brav. Tut aber nichts, war schon sch??n; zumal der obligatorische Zusatzbeitrag “Zwei kleine Italiener”.

Thursday, 8. March 2007

Wallenstein im Leipziger Schauspielhaus

Wallenstein (“Ein Feldzug durch Leipzig” – den Untertitel kennt man langsam, ohne nachschlagen zu m?ºssen. Wie: “Augen auf Auris”, das hat man auch langsam geschluckt) wird in Leipzig gegeben. Und Spiegel, FAZ und Zeit schreiben dar?ºber, in allen drei F?§llen mit Foto. Wow. Die Zeit sagt, der Geruch vom Sauerkraut sei der l?§ngste Eindruck, der vom Event bliebe. Viel geschrieben wird allerorten au?üerdem vom “Lager”-Rap vorm V??lkerschlachtdenkmal (von der Ank?ºndigung im Spiegel Kultur abgesehen), auch in der hiesigen “Goslarschen Zeitung”. Ob wir f?ºr den 7. April noch Eintrittskarten werden kriegen k??nnen? Wegen o.g. Sauerkrauts, das, wie ich annehme, im Kartenpreis beeinhaltet ist, liegt selbst f?ºr Musikstudenten (Steuerkarten!) der Eintritt nicht bei angenehmen zwei f?ºnfzig sondern irgendwo zwischen zehn und zwanzig Euro.

Tuesday, 6. March 2007

Nordharz

Gru?ü aus Bad Harzburg, oder: Harzburch, wie der geb?ºrtige Hiesige sagen gebraucht. Das Wetter ist prima, und bei den Eltern hat’s sogar einen Fernseher. Herrlich, was der Tage l?§uft, z.B. die Arier-Schmonzette “Die Flucht”, Gott sei Dank in zwei Teilen – so hat man einen geschlossenen Eindruck vom Streifen, darf sich zugleich aber 50% der Filmdauer ersparen. Imposant auf der Flucht: der Tiefflieger-sichere Haarputz der Maria Furtw?§ngler. Die von ihr verk??rperte Gr?§fin so-und-so h?§tte sich dereinst — ich spreche von den goldenen Jahren des NS, noch lange vor jener Fluchtzeit — angesichts Blondheit und teutschen Mutes eines Mutterkreuzes sicher sein d?ºrfen. (Das steht allerdings mit der Frisur in keinem Zusammenhang, das wollte ich damit nicht sagen.)