Monday, 26. February 2007

N?ºrnberger Prozesse

Die Nacht bricht herein, und es tut sich viel in dieser letzten. Die Kisten sind zu gr???üten Teilen gepackt, der Umzug kann morgen, …nein: heute beginnen. Ein neuer Wohnortswechsel – und der nach nur 6 Monaten in der N?ºrnberger Stra?üe. Rudolf He?ü konnte w?§hrend seiner Zeit in Berlin Spandau von soviel Mobilit?§t wohl nur tr?§umen.

Mein schickes Motorola-Handy bleibt vom Wackelkontakt geplagt und dadurch betriebsunf?§hig. Die Service-Leute von O2 baten auf meine Anfrage hin nach Reparatur um allerlei Informationen. Und bei O2 scheint man vom Handyurgestein Nokia geschult. Jedenfalls lautet eine Frage: “Weist das Mobilfunkger?§t Besch?§digungen auf, die durch unsachgem?§?üen Gebrauch entstanden sind? Beispiele: Display-Riss durch Sturz, Eindringen von Wasser, Benutzung des Handys in der Sauna, …”

Super – zwei Kalauer in nur einem Beitrag; und der auch noch im M??belpackstress nach 0 Uhr. Gute Nacht!

Sunday, 25. February 2007

Move ya

Der Eindruck, neben meiner T?§tigkeit als ehrenamtlicher Pressereferent f?ºrs Leipziger Studentenwerk und den Leipziger Zoo bliebe keine Zeit f?ºr meine Hauptaufgabe dieser Tage, mein Umzug, irrt, wie das vorangestellte Foto beweist. Vor erst sechs Monaten aus Kisten herausgezaubert, landet aller Plunder heute schon wieder in solchen. Am Montag wird der Wagen vollbeladen, Dienstag ist O-Day (O f?ºr Odyssee). Aber jetzt wird ersteinmal wieder in die H?§nde gespuckt!…

Saturday, 24. February 2007

Sprengen f?ºr eine bessere Welt

Meine Leipzig-Infos beziehen sich nur noch auf Baustellen, wie mir scheint. Heute: Sprengung im Zoo. Dort entfernte eine Fachfirma heute fr?ºh um 8 Uhr ein altes rotes mehrst??ckiges Geb?§ude, direkt anliegend ans Elefantengehege, zwischen Pfaffendorfer Stra?üe und Kickerlingsberg. Die Lage meiner ehemaligen Wohngemeinschaft in der Paffendorfer nutzten wir heute, um uns um 7 Uhr zum Fr?ºhst?ºck zu versammeln, um (eigentlich sollten wir uns offiziellen Anweisungen folgend von den Fenstern fern halten) an den Fenster die Sprengung anzuschauen. Es war wirklich ein Event: Absperrung der Stra?üe, Tram-Stopp, Aufpasser vor jeder (!) Haust?ºr, Schaulustige an den Z?§unen. Da hatten wir in der dritten Etage nat?ºrlich einen tollen Blick.
Auf dem freien Platz wird das Gondwanaland entstehen, eine der sechs neuen Themenwelten, welche der Zoo (“Zoo der Zukunft”) bis 2014 bauen m??chte. Unter Bedachung soll im Gondwanaland “die Welt der Tiere fast wie in einem richtigen Wildreservat” zu Land und Wasser (!) erlebbar sein. Die Arbeiten sollen dieses Jahr beginnen, und 2009 abgeschlossen werden.

Nachtrag: Auf Wunsch eines einzelnen Herren habe ich noch die Version mit Ton hochgeladen. Volume hochdrehen! – dann h??rt man zu Beginn der Aufzeichnung noch den Sprengmeister den Countdown br?ºllen. ?úbrigens ist das der Ton bei verschlossenen (!) Fenstern. Unser Haus wackelte nach der Explosion auch recht heftig.

Friday, 23. February 2007

Magendurchbruch


Hat vor allem was mit Durchbruch zu tun (aber nicht unnebens?§chlich auch was mit Magen; und irgendwie dann doch schon mit Magendurchbruch – aber egal): liebe Menschen in Schwaben, Finnland und Hessen, hier seht ihr den hei?ügeliebten Zentralmensaeingang, gesehen vom Campus-Innenhof, bzw. nun halt gar nicht mehr gesehen. Vorne (von uns aus gesehen: hinten) haben die Wandalen schon das Haus ziemlich zermalmt; einen entsprechend unaufger?§umten Eindruck macht daher nun auch das Treppenhaus auf den Betrachter.

Thursday, 22. February 2007

Mensa im Querschnitt

Schade, auf den Bildern ist es nur andeutungsweise zu sehen, aber es stimmt: die komplette Front von Mensageb?§ude und ehemaliger Universit?§tsbuchhandlung ist nun entfernt. Die “Centrale” hat, von der Grimmaischen Stra?üe gesehen jedenfalls, ihr Gesicht verloren. Auf der rechten Seite (f?ºr Mensa-G?§nger aus dem Dittrichring: am “Haupteingang”) ist sogar schon tief hineingebaggert (ebenfalls nur andeutungsweise erkennbar).

Wednesday, 21. February 2007

Mensa delenda est

Seit gestern machen die Bagger ernst am Augustusplatz. Die Zentralmensa der Uni Leipzig wird abgerissen. Heute nachmittag waren bereits die Vorderw?§nde von Treppenhaus sowie Raucher- und Nichtraucher-Cafeteria im oberen Stockwerk entfernt. Man darf gespannt sein, in welchem Tempo die Abrissarbeiten in den n?§chsten Tagen vorangehen werden!

Thursday, 15. February 2007

Karl-Marx und das Kapital – gleich in der Nachbarschaft

Hmm, alter Gouda mit frischem Sonnenblumenbrot – delikat. — Oh, ich bin schon auf Sendung *h?ºstel*. Wir teilen, wie gehabt, das zusammengekehrte Informationsmaterial in zwei Teile. Teil eins: das Foto, Teil 2: der Text. Wir beginnen beim Foto. Das Foto zeigt die alt-ehrw?ºrdige Karl-Marx-Universit?§t zu Leipzig. 1978 er??ffnete das neue Campus-Gel?§nde, exakte 10 Jahre nach L??schung der an diesem Platze befindlichen baulichen Altlast. 1978 – das war, als Angela Merkel gerade an der KMU ihr Physik-Studium abschloss (wie auch schon einige Jahre zuvor Goethe, Alfred K?§stner, Richard Wagner – aber die studierten nicht Physik, sondern Rechtswissenschaft, Indologie und Zahnmedizin; und da hie?ü die Uni glaub’ ich noch anders). Heute studieren, bei ?ºber 60% Frauenquote, knappe 30.000 Studenten an der KMU (die heute aber glaube ich wieder anders hei?üt) – viele davon prinzipiell auch in dem auf dem Foto in vollem Glanze erstrahlenden Seminargeb?§ude (gut, da m?ºsste man mal mit Farbe dr?ºber, aber sonst wie neu). Na, na, ich krame in der Geschichte… Das Foto (von heute, also frisch, frisch, frisch) bezeugt (noch ist es nicht ganz klar zu sehen, aber darum gibt’s ja auch einen Text zum Bild), dass es die gute KMU nun vom Hocker haut, weil es sch??nere Dinge gibt die sich dort bauen lie?üen. (Wahrscheinlich wird’s wieder eine Uni, ich kann’s nicht sagen, zu meiner Zeit wird das nicht mehr fertig.) Ich w?ºrde an dieser Stelle Teil 1 des Eintrags lassen, wie er ist; f?ºr das schwache Foto ist schon genug des Wortes verloren.
Teil 2, der Text: Der Hammer, welcher mich dieses Abends bewog, meine digitale Druckmaschine anzuwerfen, ist mein Umzug. Jener kommt, das steht fest. Und just heute, am Abend, an welchem wir eine Nachmieterin f?ºr mein Zimmer fanden, stellte sich heraus, in welch prominenter Nachbarschaft ich sechs Monate weilte: schaue ich aus dem Fenster, liegt hinter der schmalen N?ºrnberger Stra?üe ein kleiner Firmenparkplatz, stehen dort ein paar B?§umchen, und sieht man ein gro?ües Haus aus der Zeit um 1900. Und dieses Geb?§ude, welches ich stets f?ºr die Leipziger Wasserwerke hielt, enth?§lt nicht Buchhalter, die f?ºrs Duschen abkassieren – sondern die Firma Giesecke & Devrient. Na, klickt’s? Und ich fragte mich schon immer, warum die Wasserwerke sichtfeste Milchglasfenster ben??tigen. Nun ist es klar: gegen?ºber werden EURO-Banknoten gedruckt, das tut in Deutschland neben Giesecke & Devrient nur noch die Bundesdruckerei. (Sicher praktisch, direkt im Osten zu drucken. Der Aufbau geht den alten Bundesl?§ndern eh ziemlich auf die Taschen; da ist man bestimmt gl?ºcklich, zumindest an den Transportkosten sparen zu k??nnen.) Spannende Sache. Ich habe mal versuchshalber eine F?ºhrung angefragt.

Sunday, 11. February 2007

Leipziger Schule-musik?

Ja, klingt irgendwie ungelenk, fast nach immigrantisch gef?§rbter Wortbildung. Aber vielleicht t?§t diese minimale Namens?§nderung unserer Fachrichtung ihrem etwas desolaten Ruf an der HMT, wenn nicht gar ihrem Marktwert helfen? Denkt mal dr?ºber nach, liebe Leipziger Schulemusiker! Auch die folgenden Dinge sind f?ºr Schumus interessant: am 26. Februar kann in Deutschlandradio Kultur Titus Engel als Leiter des Ensembles Ascolta (in einer Aufzeichnung vom Ultraschall-Festival f?ºr Neue Musik in Berlin) geh??rt werden. Fabian Singler ist (zusammen mit Frank Peter) am 01. M?§rz um 20 Uhr bei MDR Figaro zu h??ren (Figaro ist auch als Live-Stream im Internet zu empfangen). EMP-Studierenden bekannt ist Aristides Strongylis; “triangel”, dem Magazin von MDR Figaro, gab er ein Interview, jenes ist auszugsweise auch online zu lesen.

Friday, 9. February 2007

Presseschau Nr. 79

Ein weiterer Schwung aus meinem Leben (die Entwicklung dieses Blogs war ja eh schon in diese Richtung gegangen: mehr Intimsph?§re, immer mehr davon, immer mehr unerhebliches Privates – interessiert das ?ºberhaupt die Breite? Die Hundertausende, die t?§glich hiernieder surfen?). Also, Privatleben: der Tag begann, noch vor dem Fr?ºhst?ºck, mit einem Pestoglas, welches wegen meiner tattrigen Hand, die nach der Kaffeedose griff, auf den gekachelten K?ºchenboden st?ºrzte. Pesto und Splitter auf dem Boden, ich baren Fu?ües dazwischen. So weit, so komisch. Von gro?üer Unterhaltung wird’s aber erst, wenn ich darstelle, welches Mal??r vorvergangene Woche beim leichtsinnigen Griff am fr?ºhen Morgen nach den Kaffeefiltern geschah (d.h. auch damals schon VOR dem ersten Kaffee – oh je): die unge??ffnete Oliven??lflasche segelte zu Boden, und es nahm das selbe Ende mit ihr, wie heuer mit der Nudelso?üe. Allein die Schweinerei mit ihren 750 ml feinsten nativen ?ñls wog ehedem gr???üer. Genug Homestory. Wie gehabt: Presseschau. Erstens: Leipzig ist wieder in der Zeitung, in der S?ºddeutschen vom 7. Februar (Nr. 31. Seite 13): “Wie sich der Osten entsorgt. In Leipzig soll ein gigantisches Einzelhandelszentrum entstehen” (darin hei?üt es ?ºbrigens auch, liebe Niedersachsen: “In Braunschweig w?ºnscht man sich ein 30 000 Quadratmeter gro?ües Einkaufszentrum.” Um es aber vorweg zu nehmen: das in Leipzig geplante soll 37 000 bemessen.) Zweitens: in ZEIT online schreibt der Notensetzer Stefan Schikhaus ?ºber seine entnervende Arbeit mit alten und neuen hingeschmuddelten Noten-Manuskripten (“Ich entziffre Komponisten” vom 5. Januar des Jahres). Drittens: nmz (Ausgabe 2, 2007): “Premiere der ersten Regensburger Runde dreht sich um Claus-Steffen Mahnkopfs ‘Kritische Theorie der Musik’”. Roger Behrens und C.-S. Mahnkopf im Gespr?§ch – “Es geht auch um die Rettung Schuberts”. Au?üerdem: Von der Leyen lebte das Leben Marilyn Monroes; Anna Nicole Smith will weitere 3 Milliarden Euro f?ºr die Schaffung neuer Krippenpl?§tze. Das Bild zeigt die Hardcore-Formation des Ausbildungsganges Schulmusik an der Hochschule f?ºr Musik in Leipzig, als sie ihren Titel: “frustration” geben.

Wednesday, 7. February 2007

Oh sch??ne Zeit!

Das Foto linker Hand mag irritieren. Gut, soll nicht weiter von Bedeutung sein, also noch einmal: sch??n ist es auf der Welt zu sein. Auch heute ermangelts dem Eintrag eines zusammenhaltenden Sinnes, aber das mit dem sch??n, das scheint mir genug an Form und Gestalt zu stiften. Ich drifte ab. Also, erstens: Brian (Ferneyhough) erhielt von Carl Friedrich (von) 180.000 Euros – herzlichen Gl?ºckwunsch. Zweitens (mal kurz nur f?ºr die mitlesenden Schumus): in der Etage zwo des Geb?§ude Dittrichring h?§ngen die Listen f?ºr den Chordirigierunterricht, hosanna, da zogen – ganz ohne Palmenzweige und Ellenbogen – die Einschreibungszettel auf Eseln zur Pinnwand ein. Drittens: Verweiblichung der Mutter- und Lehrerschaft – ein Artikel zur Geschlechterdebatte erschien gestern in der S?ºddeutschen (passt nicht, ist aber lesenswert: “Arme, starke Jungs”). Viertens: in einem Blog der Badischen Zeitung schw?§rmt eine Lehrerin von ihrem Job – auch schm??kernswert: Blog “Schulalltag”. So, die vier Punkte hatten nun alle nicht sonderlich viel miteinander zu tun; kommt halt, wie’s kommt. Achso, Nachwort: Stimmen machten sich laut, der Inhalt meines Blogs lie?üe nach. Das ist unwahr. (Selbst wenn – mit einer Gehaltserh??hung ist in keinem Fall zu rechnen. Haha. Oh sch??ne Zeit!)