Mittwoch, 27. Dezember 2006

Christian FP Krams “Dichterliebe” bei MDR Figaro

Am 28.12.06 um 20 Uhr wird der Radiosender MDR Figaro Krams kompositorische Neuinterpretation von Robert Schumanns “Dichterliebe” senden. Das Stück für sechs Instrumente und Bariton war im Zuge Schumanns 150. Todestages in der Hochschule für Musik Leipzig am 16. September uraufgeführt worden. Die Aufzeichnung (es musizierten das Ensemble Courage aus Dresden, Ltg. Aurelien Bello, und Christopher Jung, Bariton) kann auch im Online-Livestream gehört werden.
MDR Figaro

Dienstag, 26. Dezember 2006

Was war gestern los?

WallanderWeihnachten, die Zweite. Es abendelt sehr – die Brutalität, welche wir in der Praxis gerade noch mit einer gebratenen Ente exzerzierten, wird uns in der ARD-Dichtung nun noch einmal mit Kurt Wallander alias Kristen Henrikson die Nacht versüßen. Kalt gestellte junge Mädchen; zerstochene Reifen; abgezapftes Benzin. – Da fällt der Bogen zum gestrigen Fernsehabend nicht schwer. Stefan Mross sendete in der ARD aus der Chemnitzer Messe die “Weihnachts-Show”. Allerlei in Schlittenpisten und Strohkrippen schürfendes Jodel-Singsing- (”Was war gestern los?”) -Hampelpampel (”das hat es noch nicht gegeben”, MDR), dann der Höhepunkt: Muhmad Ahmadinedschad singt mit einer Handvoll Background-Scholaren in – ziemlich statischer – Kruzifix-Choreografie ein deutsch-lateinisches Liturgie-Potourri (”سر زد از افق مهرخاوران“). Ein Fest für die Sinne, blablabla, den Spirit, den Sprit (Wöltingeröder Klarer). Nachhören? http://www.oswaldsattler.com/audio/gloria-in-excelsis.mp3. Präsident gucken? http://www.ahmadinejad.ir/. Double gucken? http://www.oswaldsattler.com/.

Montag, 25. Dezember 2006

Frohe Weihnachten – prost!

Nur ein kleiner Schlock...Adventliche, zumal weihnachtliche Stimmung, die kommt nicht von allein, die lässt sich nicht erzwingen. Der stete Tropfen höhlt den Stein! Dieser Spruch (auch: “.. aber nur einen kleinen Schlock!”) sollte Sinn & Gesang stiften, besinnlich stimmen, et cetera, et cetera, heute, den ganzen lieben langen Vierundzwanzigsten. Und es klappte: allerlei guter Tropfen war unser Begleiter, unser steter. Als Bohnenkaffee con amaretto (siehe Foto); als Kräuterlikör während des Kochens (für die Kochenden); als Rotwein während des Kochens (für den Gekochten); als Klärender zwischen den – eng gestaffelten – Mahlzeiten… und so weiter, und so fort, die Liste würde lang. Aber mit der soll es belassen sein – tabulae longae vesper brevis -, allein die gleichsam staatsmännische Erkenntnis ist entscheidend: “Die Mühe hat sich gelohnt!” In diesem Sinne!

“Alle, die sich in diesem Sinne engagieren, verdienen Vertrauen und Wertschätzung.” – Horst Köhler zum Thema im Wortlaut (25.12.2006)

Donnerstag, 21. Dezember 2006

437 Mark und 80 Pfennige in den Arsch stopfen

Der Weg von Sachsen hiernieder klappte prima. In vorweihnachtlicher Andacht spare ich mir heute viele Worte, und lasse noch einmal Youtube, respektive Gerhard Polt sprechen.

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Trailer zu “The Simpsons Movie”

Schon bekannt? Mir nicht. Dabei schon seit Ende November im Internet veröffentlicht. Also: der Simpsons-Film: ab 27. Juli 2007 im Kino; hier der (halbwegs) neue Trailer.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Sturmfest und erdverwachsen

Da, wo ich herkomme, weht ein harter Wind. Bei uns in Niedersachsen, ebenjenem Bundesland, welches in Deutschland bekannt ist für seinen eher im Argen liegenden Bildungsbereich und sein erst kürzlich abgeschafftes nicht-zentrales Abitur, sucht man nach Problemlösungen was Amok laufende Schüler betrifft. Und dazu macht nun Innenminister Uwe Schünemann (CDU), seinem bayerischen Amtskollegen Günther Beckstein (CSU) folgend, knackige Vorschläge. “Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe”, wer Gewaltcomputerspiele wie Counter-Strike “verbreitet, einer Person unter 18 Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder herstellt, bezieht, liefert, [...], anbietet” – so der Entwurf aus Bayern; “bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe” – so der Verbesserungsvorschlag Schünemanns. Wie man hierüber bei Spiegel.de nachlesen kann, seien auch Konsequenzen für die Nutzung von Gewaltspielen (”mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe”) denkbar. Vielleicht wird es Zeit für eine Initiative: “Lehramtsstudenten für Counter-Strike”?

“Niedersachsen will bis zu zwei Jahre Haft für Killerspiel-Verkäufer” (Spiegel.de, 12. Dezember d.J.)

Montag, 11. Dezember 2006

FAZ-Rezension

Claus-Steffen Mahnkopf: Kritische Theorie der Musik (2006).Die 2006 erschienene Monografie “Kritische Theorie der Musik” von Claus-Steffen Mahnkopf wurde am 24. November im Feuilleton-Teil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Gerhard R. Koch unter der Überschrift: “Erkennen Sie den Ohrwurm?” rezensiert. Wie ich herausfand, ist der Artikel frei im Internet verfügbar; dem nachfolgenden Auszug ist der Link angefügt.

“Mahnkopf versteht sein Buch als kritischen Weltentwurf, und die Perspektiven zu Literatur, Philosophie, Soziologie, Psychoanalyse, auch Theater und Film ist oft erhellend, die Fülle der Einsichten imponierend. Gleichwohl wirkt der Blickwinkel eng eurozentrisch, ja musikalisch zu sehr auf Deutschland fokussiert. Aber als Anstrengung, musikalische Diagnostik und jüdische Teleologie als Hilfskonstruktion eines utopischen Entwurfs zu verbinden, nötigt das Buch allen Respekt ab. Gerade wer sich nicht nur für Musik interessiert, sollte es lesen.”

“Erkennen Sie den Ohrwurm?” (FAZ vom 24. November d.J.)

Samstag, 2. Dezember 2006

Allüberall der Hammer ertönte

So eine Internetseite, meine jedenfalls, ist ein bißchen wie DDR: einerseits Allzeit bereit! Immer bereit!, andererseits durchweg von technischen Pannen und Aussetzern gekennzeichnet. Häufig stolpert und holpert die Datenbank; Google mag die Internetadresse nicht an eine vernünftige Stelle seines Index’ stellen et cetera… In Zukunft besser haben sollten es die Inhalte meiner Seite. Brüder, zur Sonne! – an Versuchen, hier alles neuer und schöner zu machen, gebrach es nicht. Allein, die Bemühungen sollten von Erfolg nicht gekrönt sein. Und die Sonne schickt wieder die Strahlen hernieder vom blauen Himmelsgezelt. Die Lerche singt frohe Lieder ins Tal, das Bächlein ermuntert uns all. In diesem Sinne pfeif’ ich für heute auf meiner Hände Scherflein zu einem netteren Stefanbeyer.com und mach’ nach Drüben gen Johannapark, spazieren…